Römerstraßen: die Autobahnen der Antike
Auf dem Höhepunkt seiner Macht war das Römische Reich durch mehr als 80.000 km gepflasterte Straßen verbunden. Auf ihnen zogen Legionen, Händler, Nachrichten und Ideen.
Via Appia – „die Königin der Straßen“
Der Bau der ersten großen Straße, der Via Appia, begann 312 v. Chr. Sie verband Rom mit Süditalien, und Teile des ursprünglichen Steinpflasters gibt es bis heute.
Wie sie gebaut wurden
- Zuerst wurde ein Graben bis auf festen Boden ausgehoben.
- Dann kamen Schichten: grobe Steine, Kies, danach feineres Material.
- Oben lagen große, sorgfältig eingepasste Steinplatten, leicht gewölbt, damit Wasser in seitliche Gräben ablief.
Alle Wege führen nach Rom
Kaiser Augustus stellte auf dem Forum den Goldenen Meilenstein (Milliarium Aureum) auf – einen symbolischen Punkt, von dem aus Entfernungen gemessen wurden. Entlang der Straßen standen Meilensteine, alle tausend römischen Doppelschritte.
Eine der wichtigsten Straßen, die Via Militaris, führte durch das heutige Serbien und verband Singidunum (Belgrad) und Naissus (Niš) mit Konstantinopel.
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